Oftmals wird der Begriff Software ausschließlich für die Programme eines Computers verwendet. Dies ist nicht vollständig korrekt. Die Programme sind nur ein Teil der Software. Vielmehr werden auch die dazugehörigen Daten unter diesem Begriff zusammengefasst. Die Software selbst besteht aus Befehlen, die von einem Prozessor ausgewertet werden. Die Befehle werden dann mittels der Hardware des Computers ausgeführt.
Die Beeinflussung der Hardware erfolgt nicht nur direkt. Vielmehr gibt die Software auch an, in welcher Reihenfolge die Befehle ausgeführt werden müssen. Die Software bildet damit die Grundlage für alle Vorgänge, die innerhalb eines Computers stattfinden. Die Programme sind dabei nicht physisch greifbar. Vielmehr werden sie in Form von Hardware zur Verfügung gestellt. Die Hardware – im Speziellen die Speichermedien – kann keinerlei Beeinflussungen der Arbeit des Computers vornehmen. Ausschließlich die auf den Speichermedien vorhandenen Programme können die Anweisungen geben, welche Tätigkeiten der Computer ausführen muss.
Vorteile der Software
In früheren Zeiten wurde die Steuerung des Computers durch Verdrahtungen gewährleistet. Mit dem Einzug der Software ergaben sich viele Vorteile. Um ein betriebsbereites Gerät herzustellen, war es nicht mehr notwendig einen großen Kasten zu bauen. Vielmehr konnten von nun an die Programme einfach und ohne großen Aufwand kopiert werden. Die Kosten für die Vervielfältigung nahmen dabei stark ab, so dass die Programme erschwinglich wurden. Zugleich waren die Computer Standardgeräte, deren Hardware alle notwendigen Funktionen ausführen konnte. Damit konnten die Befehle individuell ausgeführt werden. Ein weiterer Vorteil der Software ist, dass sie nicht verschleißt. Vielmehr können Programme veraltern, da neue Programme entwickelt werden. Die alten Programme sind dennoch lauffähig – vorausgesetzt, sie können von den neuen Computern noch ausgelesen und ausgeführt werden. Darüber hinaus ist die Software austauschbar, so dass ein Gerät viele verschiedene Aufgaben ausführen kann. In modernen Geräten können die Programme nicht nur nacheinander ausgeführt werden. Vielmehr ist es inzwischen möglich, die Anwendungen gleichzeitig auszuführen. Fehler in den Programmen können einfach ausgebessert werden, ohne dass es notwendig ist, die komplette Technik zu verändern.
Systemsoftware
Die Software kann in verschiedene Gruppen unterteilt werden. Eine bekannte Form ist die Systemsoftware. Sie regelt sämtliche Abläufe des Computers und bildet die Grundlage für weitere Programme, die auf einem Rechner ausgeführt werden sollen. Ein solches Programm ist beispielsweise das Betriebssystem. Aber auch Gerätetreiber und ähnliche Programme gehören dazu. Sie verwaltet die Komponenten der Hardware und ist darüber hinaus in der Lage mit ihr zu kommunizieren. Sie übernimmt dazu die Verwaltung der Hardware. In vielen Fällen werden Steuer- und Kontrollprogramme in die Systemsoftware integriert, die eine Übersicht und Beeinflussung der Hardware ermöglichen, die durch den Nutzer erfolgt.
Anwendersoftware
Darüber hinaus gibt es die Anwendersoftware. Sie hat die Aufgabe Funktionen der Hardware auszulösen, die für den Anwender nützlich sind oder einfach nur erwünschte Funktionen bedingen. Hierzu gehören beispielsweise Text- und Tabellenverarbeitung, Präsentationen, Spiele, Buchhaltungsprogramme und Ähnliches. Im Gegensatz zur Systemsoftware dienen sie nicht primär der Funktion des Computers. Sie sollen bestimmte Arbeiten ermöglichen, die unabhängig von der Steuerung gesehen werden können. In vielen Fällen sind die Anwendungen auf dem Computer selbst installiert. Darüber hinaus können die Programme allerdings auch auf einem Server im Internet gespeichert sein. Der Nutzer kann sie dann via Internet benutzen, ohne dabei eine Einschränkung in der Bedienung festzustellen.
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